Der Jahreskreis
„Das Jahr ist kein Kreis, sondern ein Atmen: Einatmen und Ausatmen, Licht und Dunkel, Werden und Vergehen.“
Acht heilige Marksteine gliedern den Gang der Sonne und der Monde. Erfahre, wann jedes Fest ursprünglich gefeiert wurde — nach den alten Mondphasen oder nach unserem modernen Kalender — und tauche in seine tiefere Bedeutung ein.
Interaktive Astronomie & Mythos
Die acht Stationen des Jahres
Bewege die Maus über ein Fest oder tippe darauf: Sieh direkt, wann es ursprünglich nach den Monden und wann es modern nach dem Kalender begangen wird. Ein Klick führt dich zur ausführlichen Unterseite.
Samhain
New Year · Ancestor NightBeginn der dunklen Hälfte
Elfter Neumond nach Yule
31. Oktober / 1. November
„Der Schleier wird hauchdünn. Die Ahnen rücken nah ans wärmende Herdfeuer.“
Ursprünglich am elften Neumond nach Yule gefeiert. Das keltische Neujahrsfest und die Schwelle zur dunklen Hälfte. Gedenken an jene, die vor uns gegangen sind.
Über Samhain
Beginn der dunklen Hälfte · Schwelle, Nebel & Ahnen
„Das Jahr stirbt. Die Hülle wird dünn.“
Das Licht ist gesunken, die Felder ruhen, die Ahnen rücken näher. Samhain ist die Schwelle zur dunklen Hälfte — die Nacht, in der der Tod seinen Platz im Jahr hat. Nicht als Schrecken. Als Übergang.
Kapitel & Schriften zu Samhain
Samhain — Die Schwelle zur dunklen Hälfte
Was ist Samhain – und ist es wirklich keltisch?
Wie wurde Samhain gefeiert?
Warum Samhain eine Schwellenzeit ist
Was hat Samhain mit dem Tod zu tun?
Samhain und Allerheiligen
Warum wir uns mit dem Sterben beschäftigen sollten — zu Lebzeiten
Samhain begehen — Feuer, Rauch und der freie Platz
Die Podcastfolge zu Samhain
„Worte am Feuer. Dem Klang der Jahreszeiten lauschen.“
Du möchtest lieber hören statt lesen? Dann lass dich entführen in die Welt von Samhain: über den Beginn des Winters, die Ahnennacht, die dünne Hülle zwischen den Welten und warum diese Schwelle uns bis heute berührt.
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Mondfeste vs. Sonnenfeste: Wie der Jahreskreis atmet
Der überlieferte Jahreskreis verbindet zwei kosmische Uhren: Die vier Sonnenfeste (die beiden Sonnenwenden zu Yule und Litha sowie die beiden Tag-und-Nacht-Gleichen Ostara und Mabon) orientieren sich an exakten astronomischen Konstellationen der Sonne.
Die vier Mondfeste (Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain) stammen aus der gälisch-keltischen Tradition. Sie wurden ursprünglich nicht an starren Kalendertagen gefeiert, sondern nach den Phasen des Mondes — etwa Samhain am 11. Neumond nach Yule oder Beltane am 5. Vollmond nach der Wintersonnenwende. Erst im neuzeitlichen Wicca und modernen Heidentum wurden ihnen feste Kalendertage wie der 1. Februar oder 1. Mai zugewiesen.
